Camping Roadtrip Normandie Frankreich

Frankreich mit dem Wohnwagen – Unsere Familienreise durch Normandie, Bretagne & Disneyland

Camping mit Familie, lange Strecken, große Abenteuer – unser Roadtrip mit zwei Kindern (7,5 & 5,5 Jahre)

Camping mit Kindern ist für uns die schönste Art zu reisen. Freiheit, Nähe zur Natur, kein starrer Zeitplan – und immer unser kleines Zuhause dabei. Genau deshalb haben wir uns diesen Sommer einen großen Traum erfüllt: eine ausgedehnte Frankreich-Rundreise mit dem Wohnwagen.

Unsere Route führte uns von der Normandie über die Bretagne bis nach Paris und ins Disneyland. Fast drei Wochen waren wir unterwegs – mit langen Fahrtagen, salziger Meeresluft, Poollandschaften, Kreidefelsen, Crêpes, nassen Schuhen und ganz vielen Momenten, die bleiben.

Dieser Beitrag ist kein klassischer Reiseführer. Er ist unser persönlicher Erfahrungsbericht für alle, die Camping mit Familie, Frankreich mit dem Wohnwagen oder einen Roadtrip mit Kindern planen.

Unsere Stationen auf einen Blick

  1. Zwischenstopp: Camping „Am Spicherer Berg“, Saarbrücken
  2. Normandie: Camping Seasonova Les Mouettes (Étretat)
  3. Normandie: Camping de la Vanlée
  4. Bretagne: Camping du Letty
  5. Paris-Umland: Camping Caravaning des 4 Vents
  6. Disneyland Paris
  7. Paris: Stadterkundung per Boot

Anreise: weiter als geplant – ein perfekter Zwischenstopp

Eigentlich hatten wir für die erste Nacht einen anderen Zwischenstopp geplant – doch wir kamen am ersten Tag besser voran als gedacht. Spontan riefen wir am Campingplatz „Am Spicherer Berg“ in Saarbrücken an.

Trotz später Stunde war man unglaublich unkompliziert: Wir durften für eine Nacht auf dem Durchreiseplatz stehen. Strom, Ruhe und ein sicherer Stellplatz – genau das, was man nach einem langen Fahrtag braucht.

Wir konnten neue Kraft tanken und starteten am nächsten Morgen erholt Richtung Frankreich. Genau diese Flexibilität ist es, die wir am Reisen mit dem Wohnwagen so lieben.

Die langen Fahrtage waren natürlich eine Herausforderung – vor allem mit zwei Kindern. Mit der richtigen Vorbereitung wurde es aber deutlich entspannter. Unsere besten Tipps zur Beschäftigung im Auto haben wir in einem eigenen Beitrag zusammengefasst.

Normandie: Ankommen zwischen Meer und Kreidefelsen

Unser erster richtiger Stopp in Frankreich war der Camping Seasonova Les Mouettes – und wir waren sofort begeistert. Der Platz ist sauber, liebevoll gestaltet und unglaublich heimelig.

Für Kinder ist er ein Traum: ein großer Sandspielplatz, ein Mini-Zoo und sogar ein Hallenbad sorgen dafür, dass wirklich keine Langeweile aufkommt.

Ein kleiner Imbiss versorgt müde Camper, und überall spürt man: Hier wird mit Herz gearbeitet. Zwar liegt der Platz nicht direkt am Meer, doch nach wenigen Gehminuten steht man an einem der schönsten Orte der Welt – den Kreidefelsen von Étretat.

Dieser erste Stopp hätte kaum schöner sein können. Hier begann unser Urlaub so richtig.

Camping de la Vanlée: Traumstrand mit kleinen Abstrichen

Weiter ging es entlang der Küste zum Camping de la Vanlée. Der Platz bietet grundsätzlich alles, was man braucht: Pool, Infrastruktur und eine Lage direkt hinter den Dünen.

Trotzdem hat er uns persönlich weniger abgeholt als der vorherige. Die Stellflächen sind nur grob gekennzeichnet – eine große Wiese, wenig Abgrenzung, wenig Privatsphäre. Wir standen sogar leicht auf einer Anhöhe, was das Platzgefühl zusätzlich beeinflusst hat.

Der Strand direkt hinter dem Campingplatz war dafür grandios: weit, naturbelassen, Atlantik pur. Hier hatten wir unsere schönsten Strandtage der ganzen Reise.

Von hier aus besuchten wir den Zoo de Champrépus, den wir absolut empfehlen können – das begehbare Affengehege war ein echtes Highlight. Auch der Mont-Saint-Michel stand auf unserer Liste, war jedoch extrem überlaufen. Mit zwei Kindern empfanden wir den Besuch als sehr stressig, sodass wir nur kurz für Fotos blieben.

Das Wetter Anfang Juli war wechselhaft, oft nur rund 20 Grad. Für ausgedehnte Badetage manchmal frisch – für Strandspaziergänge und Entschleunigung dafür perfekt.

Bretagne: Ankommen, durchatmen und einfach genießen

In der Bretagne wollten wir bewusst nichts mehr „abarbeiten“. Unser Zuhause auf Zeit war der Camping du Letty – und der war einfach klasse.

Ein Indoor-Pool (unser Retter bei durchwachsenem Wetter), draußen eine riesige Poollandschaft mit Rutschen – hier haben wir es uns richtig gutgehen lassen. Kinderdisco, Animation, Spielplätze, Crêpes, Cocktails, zwischendurch Wäsche waschen – genau dieser Camping-Alltag, den wir so lieben.

Besonders praktisch war auch der kleine Supermarkt direkt am Platz: frisches französisches Gebäck am Morgen, ein paar regionale Kleinigkeiten – man musste den Campingplatz kaum verlassen und war trotzdem mitten in Frankreich.

Der Strand war eher eine Bucht. Bei Ebbe musste man sehr weit durch den Sand stapfen, was mit Kindern etwas unpraktisch war. Dafür wimmelte es in den flachen Wasserbecken nur so von Krebsen, die wir ausgiebig beobachten konnten – für die Kinder mindestens genauso spannend wie Baden.

Die Bretagne war für uns der Ort zum Durchatmen. Kein Zeitdruck. Kein Programm. Nur wir.

Paris & Disneyland: Großstadt trifft Magie

Im Pariser Umland standen wir am Camping Caravaning des 4 Vents – ein hübscher, gepflegter Campingplatz mit kleinem Imbiss. Perfekt als Ausgangspunkt für Disneyland und Paris.

Nach zwei intensiven Tagen im Disneyland verlängerten wir spontan um einen weiteren Tag und erkundeten Paris mit einem Hop-on-Hop-off-Boot. Die Kinder wollten unbedingt den Eiffelturm sehen – und auch für uns war Paris vom Wasser aus wieder etwas ganz Besonderes.

Fazit zum Disneyland Paris

Disneyland ist sehr teuer – aber auch ein echtes Highlight dieser Reise. Zwei Tage Eintritt für vier Personen kosteten etwa 700 Euro, dazu kommen 30 Euro pro Tag für den Parkplatz. Und natürlich bleibt man selten ohne Andenken.

Für eine besonders beliebte Achterbahn gönnten wir uns die Fast Lane für 80 Euro, da wir sonst über 1,5 Stunden angestanden wären. Ja, alles ist teuer – aber auch unglaublich faszinierend gemacht.

Wir hatten an beiden Tagen Regenwetter. Unser Tipp: Ponchos und wasserdichte Schuhe unbedingt einpacken! Außerdem lohnt es sich, vorab auf die Körpergröße der Kinder zu achten, um Enttäuschungen zu vermeiden.

Meine persönlichen Highlights waren die Ratatouille-Bahn und der Crush Coaster. Wir waren jeden Abend völlig K.O. – man geht hier wirklich unglaublich viele Kilometer.

Ja, Disneyland ist teuer. Aber es ist auch magisch – und unvergesslich.

Kleine Kulturschocks unterwegs

An französischen Autobahn-Tankstellen muss man zuerst im Shop einen Betrag „hinterlegen“, dann tanken und sich anschließend das Restgeld holen. Müde auf der Autobahn war das für uns ein echter kleiner Kulturschock – und ein typischer Reisemoment, an den wir uns sicher noch lange erinnern werden.

Unser Fazit

  • Ein Roadtrip durch völlig unterschiedliche Landschaften
  • Camping mit Familie in seiner schönsten Form
  • Eine perfekte Mischung aus Natur, Meer, Stadt und Magie

Wir nehmen mit: Kreidefelsen im Morgenlicht, endlose Strände, spontane Campinglösungen, lange Fahrten mit Hörspielen, nasse Schuhe im Disneyland – und unzählige Erinnerungen.

Und genau deshalb lieben wir das Reisen mit dem Wohnwagen. 🚐🇫🇷

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